Heute war es wieder einmal so weit: Eine Benutzerin hat die E-Mail Meldung erhalten, ihr Postfach sei bald voll. Also loggte sie sich in das Webfrontend des Providers ein und löschte dort alle Mails, weil sie ja in Outlook (2010) noch vorhanden sind. Leider handelte es sich um ein IMAP Postfach und zu ihrer Überraschung war dann auch der Posteingang in Outlook leer gefegt. Das war nicht das erste Mal, dass ich wegen genau dieser Kombination angerufen wurde.

Da es sich um Windows 7 handelte, konnte wir die letzte PST Version vom Vortag mittel der „Vorgängerversion“ auf den Desktop kopieren, um die wieder hergestellte PST dann in Outlook ein zu binden (wer keine Schattenkopien/Vorgängerversionen aktiviert hat, kann es mit einem Wiederherstellungstool wie RECUVA versuchen, aber das hat wenig Aussicht auf Erfolg da eine laufende PST heraus zu bekommen). Und wieder einmal war ich anfangs überrascht, als die zurück gesicherte PST die gleichen E-Mails wie das vorher gelöschte IMAP Postfach enthielt (es waren mittlerweile ein paar Mails wieder eingegangen.

Die Lösung war dann doch relativ einfach (nachdem ich es erfolglos mit diversen Reparaturen via „scanpst.exe“ und Manipulation der PST durch einen Hex-Editor versucht hatte): Man richtet ein weiteres Profil über die Systemsteuerung („E-Mail“) ein und bindet dort die PST Datei ein. Es werden alle Mails angezeigt und man kann das gesamte Postfach dann via Export (Datei > Optionen > Erweitert > Exportieren) in eine neu PST schafel, welche sich dann auch endlich erfolgreich in das eigene Profil einbinden lässt. Das temporär angelegte Profil kann im Anschluss samt dazugehöriger PST wieder gelöscht werden.